Magnetschalter des Anlassers reparieren
Irgendwann
ist es soweit: Der Druck auf den Starterknopf
führt nur noch zu einem verhaltenen
"Klick". Der Verdacht fällt meist auf
die Batterie oder den Anlasser, doch oft ist der
Magnetschalter der Übeltäter. Mit einfachen
Mitteln kann man ihn retten, solange die Magnetspule noch
funktioniert.
Der Magnetschalter ist ein kräftiges Relais, mit
einer Spule, die ein Magnetfeld erzeugt, welches
einen Bolzen betätigt, der die Kontakte für den
Anlasserstrom schließen soll. Bevor man sich die Mühe
macht, den Schalter zu öffnen, sollte man im
eingebautem Zustand erst die Magnetspule testen. Dazu drückt
man den Starterknopf und misst den den Widerstand
zwischen den beiden großen Anschlüssen für die
Anlasserkabel. Wird dieser messbar wesentlich
geringer, sind die Spule und die Kontakte in
Ordnung. Bei schlechtem Stromdurchgang sind die
Kontakte verbrannt.
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Magnetschalter
öffnen
Um den Schalter zu öffnen, muss zunächst
vorsichtig die Plusleitung abgelötet werden
(Pfeil). Achtet darauf, dass alle Reste von
Lötzinn entfernt werden und der dann sichtbare
Anschlussdraht der Magnetspule freigängig ist.
Den Draht sieht man im nächsten Bild links.
Ist das geschafft, kann man die beiden
Kreuzschlitzschrauben des Deckels lösen. Die sind
meist sehr fest(-gerostet) und man benötigt gutes
Werkzeug - am besten einen Schlagschrauber.
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Deckel entfernen
Hat man alles richtig gemacht, kann man den
Schalterdeckel (rechts) entfernen. Man erkennt den
Betätigungsbolzen, der die Kontakte trägt und der
durch eine Feder wieder zurückgeholt wird.
Nun prüft man, ob der Bolzen freigängig und die
Feder unbeschädigt ist. Den Bolzen kann man
eventuell noch lösen. Eine defekte Feder macht aus
dem Schalter jedoch Schrott.
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Bolzen und Kontakte
ausbauen
Jetzt werden die beiden Muttern (Pfeile) gelöst, um
die Gewindebolzen demontieren zu können. Die Bolzen
tragen am unterem Ende die feststehenden
Schalterkontakte.
Alle Teile lassen sich jetzt vom Deckel trennen, den
man bei der Gelegenheit säubern und neu lackieren
sollte. Auch die Gummidichtung zwischen Deckel und
Gehäuse kann man jetzt kontrollieren. Ist die hin,
muss man sich eine neue anfertigen.
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Kontakte reinigen
Sind die Kontaktflächen wie im Bild verbrannt,
ergibt sich ein hoher Übergangswiderstand und der
Anlasserstrom wird förmlich abgewürgt.
Zum Reinigen werden die Flächen mit feinem Schmirgelpapier
oder besser einer Schlüsselfeile bearbeitet.
Wichtig dabei ist, dass die Flächen sauber und
kerbfrei werden. Sie dürfen keinesfalls abgerundet
werden, sondern müssen absolut eben sein. Man kann auch die Kontaktflächen drehen, wenn
sie zu tief eingebrannt sind.
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Ist alles in Ordnung, wird der Schalter wieder
zusammengebaut und die gelbe Plusleitung mit den
Anschlussdraht der Magnetspule verlötet. Spendiert man
jetzt noch neue Schrauben und ein wenig Farbe, ist das
Anlasserrelais wieder wie neu.
Die hier beschriebene Reparatur
stammt von Schibi und seinen Freunden, die schon
so manche GS wieder zum Laufen bekommen haben.
Für die Veröffentlichung der Bilder liegt mir die freundliche Genehmigung
von Schibi (m-j-s-motorbox.de)
vor. Natürlich kann für die Reparatur
keine Gewähr gegeben werden.
Michael (13.04.06
) [Start]
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