Kupplungsnabe reparieren
In der
Kupplungsnabe befinden sich Zapfen, mit denen die
Kupplungsfedern verschraubt werden. Wenn dort das
Gewinde ausgerissen ist oder die Zapfen abgeschert
sind, ist die Kupplungsnabe noch lange nicht Schrott,
denn man kann ihn retten. Die hier beschriebene Reparatur
stammt von Schibi und seinen Freunden, die schon
so manche GS wieder zum Laufen bekommen haben.
|
 |
Korb
prüfen und Zapfen ausmessen
Zunächst solltest Du prüfen, ob die Kupplungsnabe
noch verwendbar ist. In die
Lamellennuten sollten sich die Kupplungslamellen
noch nicht eingegraben haben. Das erkennt man an
vielen kleinen Vertiefungen an den Stellen, wie in
Bild 2 (1) gezeigt. Ist dies der Fall wird die
Kupplung später nicht mehr gleichmäßig greifen,
sondern rupfen.
Jetzt werden die Zapfen ausgemessen, d.h. deren
Höhe (1) und Durchmesser (2) bestimmt. Notiere
Dir die Maße, denn es müssen Hülsen gefertigt
werden, die die Zapfen ersetzen. |
|
|
|
|
Kupplungsnabe bearbeiten
Dann wird die Kupplungsnabe bearbeitet. Dass heißt,
dass hier die defekten Stellen (2) plangefräst
werden.
Wichtig: Es muss noch genügend Material
vorhanden sein, um ein Gewinde reinbohren zu
können (in unseren Fall M6), um später die Hülsen
damit zu befestigen.
Möglicherweise kann man auch von hinten eine
Senkkopf-Schraube einbringen, aber das hat Schibi
nicht beschrieben.
|
|
|
|
|
Hülsen fertigen und
montieren
Danach fertigt man die besagten Hülsen. Sie sollten
an jedem Ende mit einem M6-Gewinde versehen sein.
Nun verschraubt man sie mit der Kupplungsnabe,
z.B. mit einem Gewindestift oder mit einer Senkkopfschraube.
Beide muss
man unbedingt mit Loctite "hochfest"
sichern, damit alles auf Dauer hält.
Jetzt kann man die Kupplung wieder montieren.
Keine Angst, die
beschriebene Sache hält. Schibi und seine Freunde haben mit
dieser Kupplungsnabe
schon ein paar tausend Kilometer zurückgelegt.
|
|
|
|
|
Bauhöhe beachten
Es gibt zwei verschiedene Kupplungsnaben mit
derselben Ersatzteil-Nr. Wie man gut auf dem Bild
erkennen kann, ist der rechte flacher.
Beide funktionieren im normalen Betrieb gut, aber
den hohen Korb kann man nicht bei
leistungsgesteigerten Motoren verwenden. Die
Anpresskraft ist etwas geringer und die Kupplung
neigt zum Rutschen.
|
Dieser Beitrag und die Bilder stammen von Schibi von der
Website m-j-s-motorbox.de,
der mir die freundliche Genehmigung gegeben hat, das
Material zu verwenden. Natürlich kann für die Reparatur
keine Gewähr gegeben werden. Die Anwendung erfolgt wie
immer auf eigene Gefahr.
Michael (25.08.09
) [Start]
|