| In kaum einer
Hobbywerkstatt gibt es die richtigen Messwerkzeuge -
und mit einer Rollbandmaß kommt man nicht weit. Hier
also eine kleine Sammlung von Mess-Tricks, die mit
Bordmitteln gute Ergebnisse garantieren.
Haarlineal, mal anders
Um den Verzug von ebenen Flächen (Bremsscheibe,
Kupplungsscheibe, Zylinderkopf) zu überprüfen, wird
ein Haarlineal benötigt. Ein Stück Flacheisen ist
meist zu ungenau, wenn man es sich nicht von einem
Profi entsprechend schleifen lässt.
Eine tolle Alternative ist eine normale Bügelsäge,
aus der man das Sägeblatt entfernt und in die man
stattdessen ein Stück Draht oder eine Gitarrensaite
spannt. Mit ein wenig Gegenlicht kann man jetzt jede
Fläche prüfen.
Der Spiegeltrick:
Um krumme Standrohre festzustellen, sollte man Sie auf
einen großen Spiegel legen, auf einer Seite mit der
Hand fest gegen den Spiegel drücken und langsam
rollen. Ein guter Spiegel ist meist sehr plan.
So kann man nicht gerade Rohre leicht erkennen, denn
Biegungen werden durch die Spiegelwirkung optisch
"verdoppelt".
Oder man macht es wie Torsten am zusammenbauten
Objekt: Wenn man das Tauchrohr in einen Schraubstock
einspannt und das Standrohr im Tauchrohr verdreht,
"eiert" es, wenns verbogen ist.
Einstellung
der Einstellschrauben an Vierfachvergasern
Die exakte Stellung der Stellschrauben (Gemisch)
abzustimmen, ist schwierig. Man kann dies aber
mit etwas Geschick und ohne Abbau von Teilen
erledigen - und zwar präziser als mit einer
Skala (schwer abzulesen) oder nur mit einem
Vergaserschraubendreher (Knubbel).
Diese Methode sorgt für eine gute
Grundeinstellung und synchrone Einstellung der
Schrauben. Die optimale Einstellung der
Motordrehzahl kommt dann später. Man benötigt
folgende Teile: |
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1 x Zehngang-Poti ( 5 KOhm
) mit 6mm Achse
1 x Passender Biteinsatz
1 x Achsverbindung mit 6mm-Bohrung
1 x Ohmmessgerät und Anschlusskabel
Die Bauteile werden, wie auf dem Bild
gezeigt, verbunden. Zum Einstellen sollte
man alle Motorteile im Bereich der
Vergaser wegen der Hitze mit Lappen abdecken.
Zuerst die Stellschraube bis zum Anschlag
hereindrehen und Poti auf Null stellen.
Nun Schraubbit ansetzen, Hand am Vergaser
anlegen und Poti fest im Griff halten.
Wenn sich die Anzeige ändert, eventuell
auf Null nachjustieren.
Jetzt die Achsverbindung mit der anderen
Hand bis zur richtigen Schraubenstellung
drehen und den Ohmwert notieren. |
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| Das
Ganze wird an den anderen Vergasern mit dem
gleichen Ohmwert wiederholt. Bei einem
Zehngang-Wendelpoti mit 5 kOhm und linearer
Charakteristik entspricht eine Umdrehung der
Leerlaufschrauben ziemlich genau 500 Ohm
(Anmerkung von Martin). |
Dieser Tipp stammt von Herbert. Habt ihr noch andere Tipps für Messungen? Dann meldet
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