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Eben lief sie
noch wunderbar, jetzt ist Stille. Die Mühle bewegt
sich keinen Millimeter mehr.
Wenn der Motor plötzlich abstirbt, dann für
eine Weile ohne Probleme brummt oder gar nicht mehr
anspringt, ist das ziemlich frustrierend.
Eine systematische Fehlereingrenzung ist wichtig, um der
Sache auf den Grund zu kommen. Also solltest Du immer
nur eine Ursache nach der anderen angehen, testen und
falls erforderlich zum nächsten Problemchen
weitergehen. Wildes Schrauben und Austausch
"verdächtiger" Teile bringt nichts.
Ich habe hier ein paar Tipps nach der
Wahrscheinlichkeit des Auftretens zusammengestellt,
die Dir helfen, die Ursachen zu finden.
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Kein
Muckser?
Geht nicht, gibt's nicht. Ist die Zündung
eingeschaltet (1), steht der Killschalter auf
"RUN" (2) und ist die Batterie in
Ordnung? Geht das Leerlauflicht aus, wenn man
auf den Anlasserknopf drückt, muss die Batterie
erst nachgeladen werden.
Bei manchen Modellen muss der Seitenständer (3)
eingeklappt sein, damit die Zündung aktiviert
wird.
Der nächste Griff sollte Dich zu den
Sicherungen führen. Die sind natürlich in
Ordnung, die Kontakte nicht korrodiert und die
Kabel und Stecker am Sicherungshalter sitzen
fest. Oder etwa nicht ...? |
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Instabiler
Motorlauf?
Wenn bei Teillast und bei gleichmäßiger
Geschwindigkeit der Motor ruckelt, könnte es an
einer verschlissenen oder nicht richtig gespannten
Antriebskette liegen, die nicht mehr
gleichmäßig abrollt.
Übler ist jedoch, wenn die Steuerkette nicht
richtig gespannt bzw. verschlissen ist oder der
Steuerkettenspanner nicht mehr richtig
funktioniert. Eventuell ist die Feder gebrochen
oder der Spannstößel verklemmt. Dieser Tipp
stammt von Werner. |
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Elektrisch
Starten = nein,
Anschieben = ja?
Der
Startermotor dreht - eventuell mühsam - und die Suzuki springt dennoch
nicht an. Versuch es zunächst mal mit dem
Kickstarter, wenn vorhanden. Ansonsten hilft auch
Anschieben. Bei richtig betätigtem Choke (gezogen bei
kaltem Motor) und ohne viel Gasgeben
sollte sie anspringen.
Ist das nicht der Fall, ist die Batterie (9) am Ende. Messe
dazu die Spannung direkt an der Batterie, wenn der
Anlasser betätigt wird. Sinkt sie unter 8 - 9 Volt,
kann keine ausreichende Zündspannung aufgebaut
werden.
Prüfe jetzt den Ladezustand der
Batterie.
Ist er in Ordnung, bleiben nur noch die Starterkohlen
(8)
als Übeltäter. Hier wird nämlich beim Anlassen so
viel Energie vernichtet, dass die Bordspannung
zusammenbricht. Typisch für dieses Problem ist, ein
guter Zündfunke bei herausgedrehten Kerzen, die aber
offensichtlich nass sind. Außerdem kann man
beobachten, dass der Motor in dem Moment anspringen
will, wenn man gerade den Starterknopf
loslässt.
Unwahrscheinlicher aber möglich: die Kohlen des Anlassers
(8) können verschlissen sein. Verschiebe diese
Prüfung daher besser an das Ende. |
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Kein
Benzin?
Natürlich hast Du nicht
vergessen zu tanken, oder?
So dämlich kann keine(r) sein, sagst Du? Nun, es soll
schon vorgekommen sein. Viele von uns haben
etliche Meter geschoben, um dann festzustellen, dass
der Tank (4) trocken war. Aber erzählen würde das
natürlich niemand - ist einfach zu peinlich.
Genauso wie die Kleinigkeit, statt auf
"RES" auf "OFF" gestellt zu
haben.
Schwappt im Tank das Benzin bleibt natürlich die
Frage, ob der Motor an Benzinmangel oder -überfluss
leidet. Startet er schlecht, läuft er mit Aussetzern,
hat er ein zu dunkles Kerzenbild, werden schwarze
Qualmwolken aus dem Auspuff gestoßen oder
verbreitet sich gar Benzingeruch, ist die Spritzufuhr
wahrscheinlich zu reichlich. Dazu kannst Du hier
mehr erfahren.
Wenn der Benzinzufuhr unterbrochen ist, fließt
kein Benzin in den Vergaser. Ein Indiz hierfür
sind trockene, helle Zündkerzen.
Zur Prüfung stelle ein flaches Gefäß aus
Metall oder Keramik unter die Vergaser und
öffne die Ablassschrauben an deren Unterseite.
Normal läuft pro Vergaser ca. 50 ml Benzin
heraus. Wenn das Innere der Dichtschrauben stark
mit losem Dreck verschmutzt ist, sind die
Vergaser verstopft und müssen gereinigt werden.
Ist der Unterdruckschlauch des Benzinhahns lose
oder defekt, wird der Hahn nicht geöffnet und
Spritmangel ist ebenfalls vorprogrammiert.
Es kann aber auch am Benzinhahn (5) liegen oder
das Sieb im Tank verstopft sein. Dazu das
Moped auf die linke Seite zu neigen und
den Benzinhahn auf "PRI" zu stellen.
Achtung: Vor dem Losfahren den Benzinhahn wieder
auf "ON" stellen!
Um den Benzinhahn zu testen, stelle den Hahn
nacheinander in die "PRI"- und "RES"-Stellung.
Es muss Benzin kommen, wenn man gleichzeitig am
Unterdruckschlauch des Benzinhahnes saugt. Falls
nicht, ist entweder kein Sprit im Tank, oder die
Siebe des Benzinhahns sind verstopft. |
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Kein
Zündfunke?
Sehr wahrscheinlich sind Schwierigkeiten mit der
Zündung.
Dazu schraubst Du zunächst die Kerzen (6) heraus, steckst
sie in die Stecker und legst Sie mit dem Gewinde auf
den Zylinderkopf. Springt beim Anlassen ein kräftiger
blauer Funke an den Elektroden über, kannst Du
beruhigt sein. Ist der Funke gelblich und sehr fein,
sind entweder die Zündkerzen, die Kerzenstecker , das Zündkabel
(7) oder
die Zündspulen defekt.
Überprüfe zunächst den Elektrodenabstand der
Zündkerzen (max. 0,7 mm) oder tausche sie aus, wenn sie
verschlissen sind. Näheres sagt Dir das Zündkerzenbild. |
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Unterbrecher
korrodiert, verbrannt oder verstellt?
Natürlich prüfst Du als nächstes die Zündkontakte,
die sich unter dem rechten kleinen Motordeckel
verstecken - falls Deine Suzi noch welche besitzt. Sie
dürfen nicht abgenutzt und müssen richtig
eingestellt sein. Beobachtest Du hier viele Funken im
Betrieb, ist wahrscheinlich der Kondensator hinüber.
Die Unterbrecher müssen beim Durchdrehen der
Kurbelwelle sichtbar auf und zu gehen. Der
maximale Abstand beträgt ca. 0,4 mm
(Zeigerfingernageldicke).
Beim Kratzen an beiden offenstehenden
Unterbrecherkontakten und gleichzeitig
eingeschalteter Zündung sowie eingeschaltetem
Killschalter sollten Funken überspringen.
Noch ein Tipp: Es muss stets ein Funke an der
Zündkerze springen, wenn der entsprechende
Kolben oben steht. Falls nicht, sind möglicherweise
die Unterbrecherkabel vertauscht. |
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Kein
Durchkommen zwischen Zündspule und -kerzen?
Als Nächstes sind die Kerzenstecker dran. Dort dürfen keine
Funken überspringen, die Kabel müssen fest sitzen
und dürfen nicht brüchig sein: Bekommst Du übrigens
beim Testen mit herausgeschraubter Zündkerze
einen Schlag, ist der Zündkerzenstecker sicher
defekt. Tut richtig weh, aber wenigstens hast Du
das Problem gefunden!
Jetzt kommen die Zündspulen und -kabel dran.
Zur Prüfung ziehe den Zündkerzenstecker von
der Kerze ab, schraube das Zündkabel aus dem
Stecker und klemme es zwischen zwei Kühlrippen,
so dass der Abstand von der metallischen Seele
bis zur Rippe ca. 3mm beträgt. Beim
anschließenden Startversuch muss hier ein Funke
springen. Falls der ausbleibt, prüfe, ob die
Zündkabel gebrochen oder durchgescheuert sind
und so Massekontakt haben.
Schließlich bleiben nur die Zündspulen. Sie
müssen einen guten Massekontakt zum Rahmen haben. Um
die Spulen zu testen, musst Du sie nach einem
Service-Handbuch durchmessen. |
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Kontaktprobleme
an Schaltern, Leitungen und Steckern?
Ein fieses Problem ist ein defekter Zündschalter (1).
Rüttle bei laufendem Motor und angeschaltetem Licht
am Zündschlüssel. Flackert das Licht und/oder hat
der Motor Aussetzer, hast Du den Fehler gefunden.
Falls nicht drehe am Lenker, taucht jetzt das Problem
auf, hast Du im Bereich des Lenkkopfs einen
Kabelbruch.
Ähnlich schwierig zu finden, ist ein defekter "Kill"-Schalter
(2).
Das ist der mit der Aufschrift "Run" und
"Off" und er neigt zu Korrosion. Um ihn
wieder zu beleben, musst Du die Armatur auseinander
nehmen, die Kontakte des Schalters reinigen und mit
Schmirgelleinen blank machen.
Hast Du Dich bis hierhin vorgekämpft, prüfe
auch noch, ob das Massekabel zwischen Motor und
Batterie defekt oder korrodiert ist. Danach
wühle Dich durch den ganzen Kabelsalat und
check, ob die Kabel, Stecker oder
Verschraubungen im Zündkreis lose, korrodiert,
gequetscht, kurzgeschlossen sind. Ziehe auch hier und da am Kabelbaum, denn
eine schlechte Verbindung kann sich überall befinden. |
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Vergaser
verschmutzt oder verstellt?
Dass sich Vergaser (10) verstellen, passiert
seltener, als man annimmt. Wahrscheinlicher sind
durch Rost- und Schmutzpartikel verstopfte
Düsen. Auch dass sich Düsen lockern oder
Nadeldüsen abbrechen, kann vorkommen. Dann ist
eine Vergaserrevision angesagt. Bei der
Gelegenheit solltest Du auch mal schauen, ob die
Ansaugwege dicht sind und der Motor keine
Nebenluft zieht. Sind die Ansaugflansche (11)
porös oder die Schellen lose? Natürlich
solltest Du auch einen Blick auf den Luftfilter
(12) werfen. Ist er übermäßig verschmutzt?
Lese hier mehr über die Prüfung
und Einstellung von Vergasern. |
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Zu
wenig Ventilspiel?
Beim Durchkicken der Maschine sollte man 2
Kompressionstakte und den dazwischenliegenden
Rastpunkt fühlen können. Wer keinen guten
alten Kickstarter mehr hat, kann dies auch durch
Einlegen des dritten Ganges und Drehen am
Hinterrad prüfen. Ist die Kompression schlecht,
musst Du das Ventilspiel einstellen. Das Gemeine
an diesem Problem: Maschinen mit zuwenig
Ventilspiel springen häufig dennoch an, sofern
die anderen Faktoren stimmen. |
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Alles
richtig eingestellt und in Ordnung?
Stimmen Ventilspiel, Zündzeitpunkt,
Zündkerzen-Elektrodenabstand und die
Vergasereinstellung? Jetzt könnte der Kickstarter
oder die Kupplung der Übeltäter sein.
Der Kickstarter muss beim Runtertreten
wechselnden Widerstand bieten und beim
Hochkommen hörbar ratschen.
Um zu prüfen, ob die Kupplung rutscht, öffne
die Öleinfüllschraube und schaue in das Loch
hinein. Das große Aluminiumteil mit den
Schlitzen ist die Außenseite der Kupplung.
Wenn Du den Kickstarter trittst und sich das
Aluteil nicht mitdreht, rutscht die Kupplung.
Vielleicht hilft es, das Spiel des
Kupplungszuges an der Einstellmutter des
Kupplungsgriffes zu vergrößern. Bestimmt hilft
es, den Kupplungszug zu schmieren und die
Kupplung zu überholen.
Jetzt wird es wahrscheinlich sehr teuer: Bist Du sicher, dass Dein
wackerer Suzuki-Motor noch im Vollbesitz seiner
Kräfte ist, also kein übermäßiger Verschleiß an
Kolben und Zylindern, Ventilen und Ventilführungen zu
beklagen ist? All diese Probleme äußern sich auch in
schlechtem Leerlauf, Leistungsverlust und blauem Qualm aus dem Auspuff.
Im schlimmsten Fall hast Du aber einen
Kolbenfresser oder ein Loch im Kolben.
Ein gutes Mittel für eine Diagnose, ist das Zündkerzenbild. |
Alles scheint in Ordnung zu sein und sie läuft
immer noch nicht? Dann hast Du etwas übersehen und
solltest die Schritte noch einmal ruhig wiederholen.
Wenn Du einen Experten hinzuziehst, vertraue ihm alles
an, was geprüft wurde. Dann weiß er, was Ihn (und
Dich) erwartet. |