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Die
seit 1978 gebaute GS 1000 hatte ihre
Bewährungsprobe schon hinter sich und war in
Europa eine etablierte Größe geworden.
Doch
seit 1979 gab es in den USA eine weitere
Variante, die mehr für Langstrecken gedacht
war, die GS 1000 G.
Leider sollten noch zwei
Jahre vergehen, bis diese technisch
zuverlässige, starke Reisemaschine auf unserem
Kontinent auftauchte.
Das Modelljahr 1981 besaß einen noch besser
abgestimmten Motor und vereinte auch auf der
Fahrwerkseite die besten Komponenten, die Suzuki
damals im Regal hatte. |
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Vier Töpfe, die überzeugen
Der gleitgelagerte DOHC-Vierzylinder-Motor war als ein
Ausbund an Kraft bekannt. In der G war er leistungs- und
drehmomentmäßig sogar erstarkt. Dennoch musste er sich
bei der Höchstgeschwindigkeit der GS 1000 E geschlagen
geben, denn er schleppte einige Kilogramm mehr an
Maschinengewicht mit sich herum. Lief die
"Kette" mit liegendem Fahrer über 215 km/h,
so knackte die "Kardan" gerade so die
200er-Marke. Langsam konnte man aber wahrlich 206 km/h (
liegend) bzw. 195 km/h (sitzend) nicht nennen. Es
gehörte schon Härte dazu, diesen Sturm bei einer
unverkleideten Maschine auszuhalten und so waren die Messwerte eher akademischer Natur. Viel praxisnäher war
der Vergleich der Beschleunigungswerte: Mit beinahe
identischen Zeiten durchlief die 20 kg schwerere GS 1000
G die Messmarken.
Dabei war der Motor überhaupt nicht problematisch,
sprang auch bei Minusgraden auf den ersten Knopfdruck an und
lief bereits kurze Zeit später rund und ohne
übermäßige Vibrationen. Der Durst war hingegen
beträchtlich: Bei durchschnittlich 8,4 Liter pro
100 km musste man nur aufgrund des großen Tanks nach rund 250 Kilometern
die nächste Tankstelle anpeilen.
Wie man sich
"bettet", so fährt man.
Das Fahrwerk erntete meist großes Lob. Mit einem auf
113 mm verkürztem Nachlauf und einem geringfügig (1490
mm) kürzeren Radstand, war die "G" trotz
ihrer vielen Pfunde recht handlich. Geradeauslauf
und Kurvenwilligkeit waren kein schlechter Kompromiss,
sondern für damalige Verhältnisse sehr gut.
Für die Langstreckentauglichkeit spendierte man Suzuki
die bislang beste Telegabel und auch die Federbeine der
modernen GSX 1100. Die Elemente waren zwar vorn und
hinten straff abgestimmt, wurden aber als angenehm
empfunden, da sie weder das Sitzfleisch noch die
Extremitäten über Gebühr belasteten.
Nur der sehr gerade Lenker belastete die Oberarme und
zwang zu einer etwas verkrampften Haltung.
Antrieb und Bremsen ohne
Befund
So wie das ganze Motorrad brav zu Werke ging, arbeitete
auch der aufwendige Kardanantrieb - unauffällig und
perfekt. Heftige Lastwechsel-Reaktionen oder gar
einen "Gummikuh-Effekt" gab es bei der
Suzuki nicht, unter anderem weil die Geometrie perfekt
stimmte und weil ein Ruckdämpfer auf der Primärwelle
saß. Wer nicht wusste, was das Hinterrad antrieb,
konnte weder bei Beschleunigen noch beim Gaswegnehmen
einen Unterschied zu einem Kettenantrieb feststellen.
Auch die Bremsen konnten begeistern. Obwohl das G-Modell
10 kg mehr auf die Waage brachte, als die stärkere GSX
1100 glänzte die vordere Doppelscheibe auch hier durch
guten Biss und eine feine Dosierbarkeit - selbst bei
extremer Nässe. Vorbei auch die Zeiten, in denen die
hintere Scheibe plötzlich und brutal zupackte. In der G
sprach des geschlitzte Teil erheblich feinfühliger an.
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