SUZUKI GS 1000 GL
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Technische
Daten |
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Fahreindrücke |
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Ersatzteilliste |
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Ein
dicker und dazu noch seltener
Brummer war die 1980 in Europa
vorgestellte GS 1000 GL. Im Land der
unbegrenzten Möglichkeiten, den USA, machte der
Softchopper bereits ein Jahr zuvor die Straßen
unsicher. Wir mussten noch warten und bekamen
stattdessen mit der GSX 1100 L einen 100
PS-Boliden, der kurz darauf wieder vom Markt
genommen wurde, weil er laut Suzuki "zu
gefährlich" war.
Aber der 1000er-Kardanchopper war auch kein Kind
von Traurigkeit. Er musste sich in einem
Vergleichstest lediglich einer Kawasaki
geschlagen geben, die alles ein wenig besser
konnte. |
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| Egal: Der bullige
luftgekühlte Motor war ein echter
Hammer und bot als Kurzhuber mit einem
Hub-Bohrungsverhältnis von 64,8 x 70 mm einen
respektablen Hubraum von 997 ccm. Obwohl
nur zwei Ventile pro Zylinder im DOHC-Kopf
werkelten, wurden solide 90 PS an der
rollengelagerten Kurbelwelle abgegeben und -
viel wichtiger für einen Chopper - 81 Nm bei
7.000
Umdrehungen. Werte, die sich sehen lassen konnten. Das Ganze wurde
durch einen kühnen Griff ins Suzuki-Regal erreicht,
denn das normale G-Triebwerk mit den neuen Gleichdruckvergasern und dem Fünfgang-Getriebe
blieb unangetastet. Die neue Auspuffanlage
mit ihren schicken kurzen Tüten verwässerte
jedoch leider in den Augen mancher Tester deren
perfekte Motorabstimmung. |
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Ein
wesentlicher Bestandteil des Chopper-Looks war
der hohe Lenker, die weiche fast weibliche Linie
mit dem kleinen Tank
und die dick
gepolsterte Stufensitzbank mit der,
für Europa auf legale Maße verkleinerte
Sizzy-Bar. Nicht nur die Lenkkopfpartie mit der
kleinen Lampe und der vollständigen Instrumentierung
- Ganganzeige und Benzinuhr waren Standard -
glänzte in hellem Chrom. Auch an den
Schutzblechen, dem Kettenschutz, dem Rücklicht
und den Federbeinen fand man viel von dem edlen
Metall..
Der Scheinwerfer war mit einem H4-Einsatz
bestückt und sorgte für eine gut
ausgeleuchtete Straße in die Freiheit.. Die in
dunklen Metallic-Farben lackierte Maschine war
so ein echter Hingucker.
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Der
Rahmen der 1000 GL war mit dem der Straßen-Modelle
fast baugleich, lediglich der Lenkkopfwinkel und
die Sitzbankauflage wurden angepaßt. Gemeinsam
mit der luftunterstützten
Telegabel und den vorgesetzten Achsen
brachte das mehr Radstand - also einen guten
Geradeauslauf.
Die hinteren hydraulischen
Federbeine mit 5-fach
einstellbarer Federrate und 4-stufiger
Zugstufe waren choppertypisch etwas weich
abgestimmt und so nicht jedermanns
Geschmack.
Perfekt dagegen die auf Gußfelgen
montierten Scheibenbremsen, zwei
vorne und eine hinten, die keine Probleme hatten, mit
dem Maschinengewicht fertig zu werden. Hier
wurden die hochwertigen, geschlitzten
Exemplare der GSX 1100 verbaut, die auch die
"dicke Welle" sicher stoppten. |
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War die GS 1000 GL ein Traum-Chopper? Eigentlich ja,
denn Technik, Ausstattung und Preis stimmten.
Andererseits erschien sie etwas zu spät auf dem
hiesigen Markt. Die Zeit der großen Easy-Rider-Bikes
neigte sich bereits dem Ende zu und so verschwand der
erste und letzte Suzuki-Chopper mit Kardanantrieb
schon nach 2 Jahren wieder von der Bildfläche.
Das hat auf etwas Gutes, denn wer heute noch eine im
Stall stehen hat, kann sich daher sicher sein, ein
ganz besonders exclusives Motorrad zu fahren.
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© Michael (11.07.04
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