SUZUKI GS 1000 SN, ST
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Ersatzteilliste |
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Das
Flaggschiff der Suzuki-Modellpalette, die GS
1000 fand bei ihrem Start im Frühjahr 1978 in
der Honda CBX und der Yamaha XS 1100 viel
Konkurrenz. Obwohl sie mit einem sportlichen
Motor und einem guten Fahrwerk ausgestattet war,
entschieden sich viele Käufer für die CBX mit
sechs Zylindern. So musste auf der IFMA im
Herbst 1978 ein neues
Traummotorrad her - die in
technischen Details und Optik überarbeitete GS
1000 S.
Und sie war tatsächlich mehr als eine hübsch aufgepeppte 1000er: |
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Schlank und leistungsbereit kam sie daher, signalisierte
Sportlichkeit und Exklusivität durch eine Lackierung
in den traditionellen Suzuki-Rennfarben Blau-Weiß mit
schwarzen Zierstreifen. Ein Jahr später bot man sie auch in
flottem Rot-Weiß an.
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| Das Vierzylindertriebwerk der
normalen GS 1000 hatte bereits gute Anlagen: DOHC mit Tassenstößeln zur Steuerung der
Zweiventilköpfe, 6-fach rollengelagerte
Kurbelwelle, 5-Gang-Getriebe.
Mit einem Hub-Bohrung-Verhältnis von 64,8 x 70,0 mm
hatte der überquadratische Motor einen Hubraum
von 997 ccm und lieferte über 66 kW
(90 PS) bei ursprünglich 8.000 - 8.200 1/min. Trotz der auf 28 mm
vergrößerten
Schiebervergaservergaser von Mikuni konnte
man keine Mehrleistung von der
Sportversion erwarten. Sie lieferte stattdessen im unteren und
mittleren Drehzahlbereich eine fülligere
Drehmomentkurve. Der Rest war mit der GS 1000 E
identisch: Auf den Kickstarter musste man
verzichten. Die Kupplung
wurde von außen mit
einem Ausrückhebel rechts oben auf |
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dem
Kupplungsgehäuse betätigt und nicht durch
die hohlgebohrte Getriebewelle.
Die 4-in-2-Auspuffanlage
ließ Raum für knackige Schräglagen, war im Bereich der Krümmer doppelwandig
ausgeführt und ansonsten ein Augen- und Ohrenschmaus.
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Das
Chassis kann man als eine Mischung aus Bewährtem und
Neuem bezeichnen. Der Doppelschleifen-Rohrrahmen
basierte ursprünglich auf dem der GS 750 und wurde
für die 1000er im Bereich der
Motorhalterungen und an den Heckrohren angepasst. Ansonsten blieben
die Abmessungen gleich.
Der Tank, der lange Heckbürzel mit neuem
Rücklicht und die Seitendeckel entsprachen der
GS 1000 - außer der Lackierung.
Die Bremsanlage
mit 2 Scheiben vorne und einer hinten
war auch der GS 750 entlehnt, hatte aber
dünnere Scheiben, um die gefederten Massen zu
reduzieren und das Ansprechverhalten der
Vorderhand zu verbessern.
Sie waren auf die typischen grazilen Aluminium-Gußrädern
montiert. |
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Ein weiteres Novum im Motorradbau, das auch die GS
1000 E besaß, war die luftunterstützte
Vorderradgabel. Mit ihrem 37 mm Standrohren und den kräftig
dimensionierten, doppelt geklemmten Gabelbrücken galt
sie als üppig dimensioniert. Presste man Druckluft in
die Telegabelbeine, ließen sich Federungskomfort und
Verhalten auf jede Fahrsituation individuell
einstellen. Theoretisch zumindest, denn mit der
genauen Abstimmung gab es manchmal Probleme.
Bei der Vorstellung der "S" kündigte man
daher vielleicht auch die Rückkehr zu konventionellen
Federbeinen anstelle der an der GS 1000
verbauten Luft-Federbeine an. Manfred Kugler, damals
Obertechniker des deutschen Suzuki-lmporteurs in
München, stellte fest: "Wir haben bei
Testfahrten in Japan mit den Stahlfedern einfach
bessere Ergebnisse erzielt." Die Entwicklung des
luftgefederten Systems ging aber weiter und so wurden
S-Modelle mit normalen und luftgefederten Federbeinen
ausgeliefert.
Weitere Detail-Verbesserungen waren im Bereich des Fahrwerks
zu vermelden: Die GS 1000 S stand vorne auf
Reifen der Dimension 3.25 V 19 (statt 3.50 V 19) und
hinten auf 4.00 V 18 statt der 4.50 V 17 Walzen. Das
verbesserte das Einlenkverhalten und die ganze
Agilität der Maschine.
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Besonderes
Kennzeichen der S war aber die Cockpit-Verkleidung,
in die man angeblich 1,5 Jahre Entwicklungszeit
gesteckt hatte.
Man versuchte dabei trotz der lenkerfesten
Montage die Fahreigenschaften der Maschine nicht
zu verschlechtern und vermied mit einem kleinen Spoiler
ungünstige Auftriebskräfte.
Besonders exklusiv war auch die Ausstattung des Cockpits:
Neben dem üblichen Tacho und dem Drehzahlmesser
gab es noch eine Zeituhr
und einen Ölthermometer.
Die direkt an die Verkleidung montierten Spiegel
ermöglichten einen guten Blick nach hinten auf
die Motorräder, die man gerade
"versägt" hatte. |
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Die "S" sollte ab März 1979 in Stückzahlen
zwischen 500 und 1000 und zu einem Preis von
knapp unter 11000 Mark verkauft werden. Damit
und mit ihrem vernunftorientierten Fahrverhalten
hatte sie gute Verkaufschancen auf dem
europäischen Markt..
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© Michael (11.07.04
) [Start]
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